Die Digitalisierung verändert grundlegend fast jeden Aspekt unserer Gesellschaft, einschließlich der Wissenschaften. In den Geistes- und Sozialwissenschaften öffnen Digitalisierung und Vernetzung die Tür zu neuen Wegen der Erforschung von Kultur und Gesellschaft. Ziel des Studiengangs Digitale Geisteswissenschaften ist es, die Geistes- und Sozialwissenschaftler mit diesen neuen Forschungsformen vertraut zu machen.

 

Der Studiengang Digital Humanities vermittelt den Studierenden die Anwendung und Reflexion computergestützter und experimenteller Prozesse in den Geistes- und Sozialwissenschaften, indem er technologisches Wissen und Methodenkompetenz mit Problemen aus der Forschung in ihren jeweiligen Studienfächern kombiniert. Die Studierenden können sich je nach Interesse auf eine oder mehrere fachbezogene Bewerbungen spezialisieren. Das Programm bietet den Studenten die Möglichkeit, sich an einer Vielzahl von Aktivitäten in den Bereichen Kultur und Medien, Wissenschaft, Gedächtnisinstitutionen und Wirtschaft zu beteiligen.

Schwerpunkte in Lehre und Forschung

 

Die Geistes- und Sozialwissenschaften interpretieren die Zeugnisse menschlicher Gesellschaften, ihre Texte und Sprachen, ihre Institutionen und Gebäude, ihre Bilder und Musik, ihre Filme und Spiele, ihre Alltags- und außergewöhnlichen Objekte. Die Digitalisierung verändert die Art und Weise, wie diese Zeugnisse erzeugt, geteilt und gespeichert werden, und damit unser Verständnis von Kultur und Gesellschaft. Daraus ergeben sich neue Methoden der Darstellung, Analyse und Interpretation. Darüber hinaus schafft die Vernetzung völlig neue Möglichkeiten, Daten zu kombinieren und unser Verständnis von Kultur und Gesellschaft zu erweitern. Zu den typischen Arbeitsfeldern in den digitalen Geisteswissenschaften gehören daher

  • Datenmodellierung von kulturellen und sozialen Objekten und Prozessen,
  • Ausgaben von kulturellen und sozialen Zeugnissen
  • Aufbau und Strukturierung von Datenbanken, Informationssystemen und Infrastruktur (insbesondere für Institutionen des Kulturerbes wie Archive, Bibliotheken oder Museen),
  • Programmierung und Abruf in großen Datensammlungen zu Gesellschaft und Kultur,
  • Aufbau von Korpora und Sammlungen für die wissenschaftliche Forschung,
  • statistische und experimentelle Auswertung von Daten über Kultur und Gesellschaft.

Der Studiengang Digital Humanities an der Universität Basel vermittelt Theorien, Konzepte und Methoden der computergestützten und experimentellen Forschung in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Als Student lernen Sie, geistes- und sozialwissenschaftliche Fragestellungen (insbesondere im zweiten Masterstudiengang) zu modellieren, in digitale und empirisch überprüfbare Prozesse zu übersetzen und auf technischer Ebene umzusetzen.

Die Digitalen Geisteswissenschaften verbinden die Geistes- und Sozialwissenschaften mit der Informatik. Dementsprechend werden die Digitalen Geisteswissenschaften in Verbindung mit einem anderen geistes- oder sozialwissenschaftlichen Masterstudiengang wie Archäologie, Geschichte, Sprachwissenschaft, Politikwissenschaft oder Soziologie studiert. Das Fach erfordert keinen Bachelor-Abschluss in Informatik, sondern baut auf dem Wissen eines Bachelor-Abschlusses in Geistes- und Sozialwissenschaften auf.

Digital Humanities - Testimonial


Karrieremöglichkeiten

Ein Masterstudium in Digital Humanities in Kombination mit einem Zusatzfach bietet Zugang zu einer Vielzahl von Karrieremöglichkeiten in einem sich schnell verändernden Berufsumfeld. Praktisch alle Berufe erfordern heute fortgeschrittene Kenntnisse über Computer, Datenbanken und das Internet. Absolventen dieses Studiengangs können an Aktivitäten interessiert sein, die selbständiges Arbeiten mit technischem, kulturellem und sozialem Wissen verbinden.

Wenn Sie an einer wissenschaftlichen Karriere interessiert sind, können Sie sich nach Abschluss Ihres Masterstudiums für eine Promotion oder Promotionsstelle bewerben.