13Jan 2020-17Jan 2020
10:00 - 18:00

University of Basel
Seminarhotel Lihn in Filzbach am Walensee

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Winter School Technisch.Kritisch.Digital. Interdisziplinäre Explorationen

im Seminarhotel Lihn in Filzbach am Walensee Anmeldeschluss: 16.10.2019.

Winter School Technisch.Kritisch.Digital. Interdisziplinäre Explorationen 13.-17.1.2020 im Seminarhotel Lihn in Filzbach am Walensee
Das Digital Humanities Lab, die Graduiertenschule G3S und das Projekt «Verhandeln, verdaten, verschalten» im SNF Digital Lives-Programm am Seminar für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der Universität Basel bieten gemeinsam eine Winter School im Januar 2020 an.
Diese Winter School widmet sich aus der Perspektive verschiedener Disziplinen der Frage, welche Rolle der kritisch-analytische Blick der Geistes- und Sozialwissenschaften bei der Implementierung und dem Verstehen der Prozesse spielt, die mit digitalen Technologien verflochten sind. Der Begriff Digitalisierung wird gegenwärtig sehr unterschiedlich gebraucht. Einerseits wird damit ein Prozess beschrieben, der allgegenwärtig in Gang ist und vielerorts vertraute Denkgewohnheiten und Kategorisierungen irritiert oder umschreibt. Andererseits ist sie ein politisches und wirtschaftliches Zukunftsprojekt, das Versprechen der Moderne einlösen soll, in dem alles schneller, effizienter und von der Fehlerhaftigkeit menschlichen Handelns befreit, möglich werden soll.


Wie wissen Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen digitale Technologien? Wie sollten sie sie wissen? Was sind die Herausforderungen für ein geistes- und sozialwissenschaftliches, kritisches Denken? Digitale Technologien verändern Machtverhältnisse, in denen Bedeutungen ermöglicht und festgesetzt werden. Welche angemessenen theoretischen und methodischen Zugänge werden praktiziert, um diese sichtbar bzw. greifbar zu machen? Können wir aus anderen technologischen Transformationen lernen? Wie können langjährige Interventionen aus Feministischer Technikkritik, STS-Forschung, (Post-)ANT, Posthumanismus etc. aufgenommen und weitergedacht werden? Was bedeuten diese Konzepte für eine konkrete Forschungspraxis?
Wie kann gesellschaftliches Bewusstsein für ökonomische Vereinnahmungen ebenso wie für unsichtbar gemachte Ausschlüsse innerhalb der komplexen Strukturen von biotechnologischem oder kognitivem Kapitalismus aufrechterhalten werden? Wie kann sich bspw. professionell für verantwortliche Digitalisierung jenseits von Machbarkeit eingesetzt werden? Was genau braucht es dazu?


Besonderes Augenmerk soll dabei auch auf Sprache und Übersetzungsprozessen liegen (die Sprache von Bildern eingeschlossen). Wie lassen sich die oft philosophischen Ideen und das analytische Vokabular mit aktuellen Forschungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften verbinden? Was passiert, wenn wir die englischsprachigen Begriffe ins Deutsche übersetzen oder eben auch gerade nicht? Welche Erkenntnisse ermöglicht das Mäandern zwischen den Sprachen?


Wir möchten mit der Veranstaltung eine Plattform bieten, sich in Workshops mit Expert*innen auszutauschen, gemeinsam über die Operationalisierung verschiedener theoretischer Zugänge zu diskutieren, die in verschiedenen Disziplinen verankert sind, sowie eigene Projekte vorzustellen und zu diskutieren.


Für die Winter School konnten wir Expertinnen zum Thema aus unterschiedlichen Disziplinen gewinnen:
Dr. Anne Dippel, Kulturanthropologin an der Uni Jena: Anne Dippel_Uni Jena Prof. Inge Hinterwaldner, Kunsthistorikerin am KIT in Karlsruhe: Inge Hinterwaldner_KIT Dr. Janina Loh, Philosophin an der Uni Wien: Janina Loh_Uni Wien Prof. Astrid Schwarz, Wissenschaftsphilosophin an der TU Cottbus:

Astrid Schwarz_TU Cottbus Anmeldung:
Anmelden können sich Nachwuchswissenschaftler*innen, die sich im Rahmen ihrer eigenen Arbeit für eine wissenskritische Theoriediskussion interessieren oder sich empirisch mit Themen oder mit methodologischen bzw. theoretischen Konzepten um digitale Technologien beschäftigen bzw. in ihren Themen mit ähnlichen Entwicklungen beschäftigt sind, z.B.: Visualisierungen und Transformationen von Bildern; Algorithmuskulturen; Mensch-Nichtmensch-Interaktion; digitale Methodologien; diffraction und quantum entanglements; Programmieren als Kulturtechnik; neue biopolitische Subjektivierungen und digital personhood; verteilte Handlungsträgerschaft; Legitimations- und Rechtsdiskurse ...
Bitte senden Sie uns ein kurzes Motivationsschreiben mit Projektskizze (max. 2 Seiten) und einen nicht eigenen Text, der sowohl für das Thema der eigenen Arbeit bedeutsam ist, als auch passend zum Thema der Winter School (ca. 30-50 Seiten), an Magdalena Bucher (magdalena.bucher@unibas.ch). Bitte benennen Sie die Dokumente folgendermassen: Motiv_NameVorname.doc; Autorin_Jahr_eignName.pdf – mit bibliographischer Angabe im .pdf

Teilnahmemodalitäten:
Kosten:
Die Teilnahmegebühr beträgt 500.- CHF. Sie deckt Übernachtung, Halbpension und Anreise im Gebiet des Schweizerischen Öffentlichen Nahverkehrs ab. Sollten Sie nicht einer Institution angehören, die eine Kostenübernahme ermöglicht, bitten wir uns entsprechend zu informieren. Es steht uns in diesem Fall ein begrenztes Budget zur Finanzierung der Teilnahme zur Verfügung.

Eigener Beitrag:
Voraussetzung ist die Teilnahme während der gesamten Woche, ein Poster zum eigenen Projekt sowie der oben erwähnte Text. Mit der Bestätigungsmail für Ihre Teilnahme ist diese verbindlich.

Weitere Informationen wie Details zur Anmeldung, ausführliches Programm und Abstracts zu den einzelnen Vorträgen und Workshops finden Sie auf den Webseiten der G3S, des Seminars für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie und dem Digital Humanities Lab sowie auf folgender WebsiteWinterSchool Technisch.Kritisch.Digita

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NEWS!

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Blogging:

Während der Winter School werden in Workshops zum „Akademischen Bloggen“ (Dr. des. Daniel Kunzelmann) sowie zum „Visuellen Bloggen“ (TBA) gemeinsam Inhalte erarbeitet, die im Nachgang online publiziert werden.

Vorträge und Workshops:

Dr. Anne Dippel:

Vortrag: „Von Quanten- und Menschenwelten. Zur Verschränkung von Materie und Bedeutung.“

Workshop: „Karen Barad auf halbem Weg begegnen (close reading)“

Prof. Dr. Inge Hinterwaldner:

Vortrag: „Simulationen – Browser – Spiele. Wie sind gegenwärtige Bildmaschinen gebaut?“

Workshop: „Theoriegrafik – ein praxisorientierter Versuch.“

Dr. Janina Loh:

Vortrag: „Zwischen Überwindung und Abschaffung. Kritische Reflexionen zum Trans- und Posthumanismus.“
Workshop: „Einführung in den Trans- und Posthumanismus“

Prof. Dr. Astrid Schwarz:

Vortrag & Workshop: „Wie stehen digitale und analoge Welt in Beziehung?“

 

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte Magdalena Bucher unter der folgenden Adresse magdalena.bucher@unibas.ch

Neuer Anmeldeschluss ist der 16.10.2019


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